Zinsfestschreibung
Zinsfestschreibung, was ist das?
Eine Zinsfestschreibung ist die Zeit, in der ein fester Kreditzins mit der Bank vereinbart wurde. Die Zinsfestschreibung wird auch als Zinsbindung bezeichnet. Die Zinsfestschreibung ist Bestandteil des Kreditvertrages. Eine Zinsfestschreibung nutzt man nur bei längerfristiger Kreditlaufzeit. Meist aber bei Baukrediten. Oft teilt sich ein Baukredit in mehrere Fasen der Zinsfestschreibung auf. Dies hängt von der Kreditlaufzeit und von der Länge der Zinsfestschreibung ab. Die Länge der Zinsfestschreibung kann mit der Bank frei vereinbart werden. Man kann wählen zwischen 5, 10, 12, 15 oder 20 Jahre. In Ausnahmefällen ist eine Zinsfestschreibung auch über 25 Jahre möglich. Eine gängige Zinsfestschreibung beläuft sich über 10 Jahre.
Oft wird diskutiert, wie lange die optimale Zinsfestschreibung nun wirklich ist. Diese Frage hängt von der Situation und dem Bedürfnis jedes Einzelnen ab. Klar ist das eine länger Zinsfestschreibung auch höher Bauzinsen zur folgen hat. Wichtig ist, dass während einer Zinsfestschreibung eine Umschuldung nur mit der Zustimmung der Bank erfolgen kann. Hat die Bank ihre Zustimmung gegeben, verlangt Sie meist eine Vorfälligkeitsentschädigung.
Ablauf der Zinsfestschreibung
Nach Ablauf der Zinsfestschreibung steht eine neue Verhandlung mit der Bank an. Man nennt dies auch Prolongation. Die Zinsfestschreibung und die Bauzinsen werden neu verhandelt und festgelegt. Dies geschieht dann zu den momentan aktuellen Bauzinsen. Diese können geringer oder höher sein. Läuft die Zinsfestschreibung ab, so ist ein schadloser Wechsel zu einer anderen Bank möglich.
Zinsfestschreibung über 10 Jahre
Es ist wohl die gängigste Zinsfestschreibung. Mit einer Zinsfestschreibung von 10 Jahre können Sie auch 10 Jahre verlässlich planen. Denn innerhalb der 10 Jahre bleibt die Kreditrate gleich. Ein weiterer Vorteil ist es, dass die Bauzinsen meist sehr günstig sind.
Zinsfestschreibung über 15 Jahre
Eine Zinsfestschreibung über 15 Jahre bringt auch höhere Bauzinsen mit sich. Je nach Bank und Zinsniveau können die Bauzinsen zwischen 0,25 und 1 % höher sein als bei einer 10-jährigen Zinsfestschreibung. Bestimmend für den Zinsunterschied ist, wie viel Eigenkapital Sie am Anfang in die Finanzierung aufgebracht haben. Ein Vorteil ist, dass sich ihre Kreditraten in den 15 Jahren der Zinsfestschreibung nicht verändern. Somit besteht eine Planungssicherheit über 15 Jahre.
Welche Zinsfestschreibung ist die Richtige?
Die Länge der Zinsfestschreibung hängt von der persönlichen Situation und vom aktuellen Zinsniveau ab. Sind die Bauzinsen gering so macht eine längere Zinsfestschreibung durchaus sinn. Vor allem, wenn Sie mindestens 20% an Eigenkapital in die Finanzierung einfließen lassen. Sie sichern sich für die Zeit der Zinsfestschreibung den günstigen Zins. Auch wenn dieser etwas höher ist als bei einer 10-jährigen Zinsfestschreibung. Ein weiterer Aspekt ist die Sicherheit. Je länger die Zinsfestschreibung, je länger können Sie auch verlässlich ihre Kosten planen.
Sind die Bauzinsen dagegen hoch, so sollte man eher zu einer geringen Zinsfestschreibung tendieren. Die Chancen das der Bauzins in den nächsten Jahren sinkt ist hoch. Somit können Sie für die Zukunft auch davon profitieren.
Steht eine Prolongation an, so ist es ratsam sich bei günstigen Bauzinsen rechtzeitig zu kümmern. Mit einem Forward Darlehen lassen sich günstige Bauzinsen im Voraus sichern.
Fazit
Mit günstigen Bauzinsen und entsprechendem Eigenkapital macht eine längere Zinsfestschreibung durchaus Sinn. Auch wenn eine längere Zinsfestschreibung etwas mehr kostet. Eine längere Zinsfestschreibung bietet ihnen dafür länger Planungssicherheit. Sicherheit kostet nun mal etwas mehr. Bei einem hohen Zinsniveau sollte man die Zinsfestschreibung nicht all zu lang wählen. Wo Bauzinsen steigen, fallen Sie auch wieder. Somit kommt es immer auf das Zinsniveau und die persönliche und finanzielle Situation an, welche Zinsfestschreibung die Optimale ist.
Der Zinsbindungsrechner wird bereitgestellt durch Interhyp.























